Mittwoch, 22. Januar 2014

Alltag in Anisacate

El " dia a dia " nennen die Argentinier ihren Alltag.
Doch hier kommt selten Langeweile auf, im Land der ewigen Krisen. Da man nie weiß was morgen ist, lebt man heute.
Morgen könnte sein, dass der
Peso noch weniger Wert hat, was
man ausgegeben hat, kann man
nicht verlieren...Sparen bringt Verlust, also besser invertieren,
so man etwas hat. Die Lebensfreude ist erhalten geblieben. Reisen ins Ausland ist fuer
viele unerschwinglich, da keine Dollar oder Euros erhältlich sind.
Der Schwarzmarkt blüht: offizieller Dollar 6.50, blue Dollar
das doppelte. Turistendollar etwas tiefer.
Im campo kümmert man sich nicht so darum, aber 1kg Pfirsiche
können 12.- Fr. kosten! Fragen und Zugreifen, 3kg Orangen 1.80 ist auch möglich...
Am Morgen ist gärtelen oder handwerkern angesagt. Nach dem Zmittag: siesta und lesen. Bevor die Sonne untergeht gehen wir laufen öfters mit Anhang oder Velofahren. Einen Tag in der Woche begleiten  wir Sara an die obras, sie ist Architektin und muss auf die Baustellen 50 km rund um Cordoba. So lernen wir neue Gegenden kennen, meist verbunden mit etwas Kultur.
Wir nehmens gemütlich, Sommer halt.
Morgen gehen wir ins Städtli
an eine Demo, ein weiteres Phänomen der Krise. Unser Bach vor dem Haus ist eher eine Kloake...
ah, beinahe vergessen. Diesmal haben wir ein Zugsbillet erwischt:
camarote für 2 nach Buenos Aires!

Mittwoch, 15. Januar 2014

San Rafael y Córdoba

San Rafael ist ein hübsches Provinzstädtchen, die Strassen sind gesäumt mit schattenspendenden Bäumen- eine Wohltat in der Sommerhitze. Es hat nicht viel Verkehr. Die Leute sind nett und geduldig, für vieles müssen  sie anstehen : Geldautomat etc. Wir schauten uns das Eisenbahnmuseum an, früher hatte es einen
Zug, der in 24 Stunden nach Buenos Aires fuhr! Die Gründung der Stadt liegt ausserhalb, in der Villa 25 de
Mayo wo noch ein altes Fort zu besichtigen ist, gelegen am Rio Diamante. Rundum gibt es Stauseen zu besichtigen sowie Weingüter.
Das Hotel España war super, mit dem Schwimmbad im Hotelgarten. Die Argentinier belagerten es aber am späten Nachmittag mit Matetrinken, eine neue Bewegung auch in den Flüssen und am Abend für Cocktails.
Mit dem wohl " letzten" Nachtbus sind wir dann nach Cordoba gefahren und am morgen früh weiter Richtung Alta Gracia, wo uns der Nachbar in Empfang nahm.
Nun leben wir uns langsam wieder ein, im Blockhaus, viel hat sich nicht verändert in 2 Jahren: ein paar Häuser und einige Lädeli, so dass wir nicht mehr in der Stadt einkaufen müssen.
Ich klemme mich hinter den verwilderten Gemüsegarten wo das Unkraut dem Salat das Licht nimmt und den
Rüebli den Platz stiehlt. Günter versucht den Wespen paroli zu bieten...Es ist sommerlich heiss und der nahe
Fluss lädt zum Baden ein. Auch das erste Asado haben wir hinter uns, mein Brot aus dem Lehmofen sah super aus!
Felipe kommt uns oft besuchen und wenn wir spazieren begleiten uns die 3 Musketiere....







Mittwoch, 8. Januar 2014

nochmals etwas Abenteuer

Nach dem gemütlichen und familiären Chileaufenthalt überqueren wir nochmals die
cordillera. Vorbei an gewaltigen
Baumriesen, immer den Vulkan
Lanin in Sichtweite 3776m, dann ändert
die Landschaft blitzartig.
Pampa, cerros, die Ruta 40
hat uns wieder. In Junin de los Andes wurden wir spontan zum Zmittag eingeladen. In Zapala gabs kein Weiterkommen ausser abends. Alles läuft über Neuquen. Streikend sind wir nochmals 3h begleitet durch den Sternenhimmel nach Chos Malal gefahren. Heut Nachmittag gehts um 16.30 weiter.
Am Ende der Welt, Barrancas. warten auf den Nachtbus nach San Rafael.