Doch hier kommt selten Langeweile auf, im Land der ewigen Krisen. Da man nie weiß was morgen ist, lebt man heute.
Morgen könnte sein, dass der
Peso noch weniger Wert hat, was
man ausgegeben hat, kann man
nicht verlieren...Sparen bringt Verlust, also besser invertieren,
so man etwas hat. Die Lebensfreude ist erhalten geblieben. Reisen ins Ausland ist fuer
viele unerschwinglich, da keine Dollar oder Euros erhältlich sind.
Der Schwarzmarkt blüht: offizieller Dollar 6.50, blue Dollar
das doppelte. Turistendollar etwas tiefer.
Im campo kümmert man sich nicht so darum, aber 1kg Pfirsiche
können 12.- Fr. kosten! Fragen und Zugreifen, 3kg Orangen 1.80 ist auch möglich...
Am Morgen ist gärtelen oder handwerkern angesagt. Nach dem Zmittag: siesta und lesen. Bevor die Sonne untergeht gehen wir laufen öfters mit Anhang oder Velofahren. Einen Tag in der Woche begleiten wir Sara an die obras, sie ist Architektin und muss auf die Baustellen 50 km rund um Cordoba. So lernen wir neue Gegenden kennen, meist verbunden mit etwas Kultur.
Wir nehmens gemütlich, Sommer halt.
Morgen gehen wir ins Städtli
an eine Demo, ein weiteres Phänomen der Krise. Unser Bach vor dem Haus ist eher eine Kloake...
ah, beinahe vergessen. Diesmal haben wir ein Zugsbillet erwischt:
camarote für 2 nach Buenos Aires!
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