Dienstag, 1. April 2014

Vom respiro zum Retiro

Retiro, der Bus- und Zugterminal, wo alles anfaengt in Buenos Aires.
Auch die Immigranten vor mehr als 100 Jahren... Im Microcentro hat sich viel veraendert in den letzten 2 Jahren, zum Guten.
Mehr Fussgaengerzonen und weniger Kriminalitaet. Die Skyline im Puerto Madero erinnert an Manhattan. Nur gut ist gleich dahinter die costanera mit einem Naturpark.
Heute Abend der letzte Tango en concierto und morgen, ab ueber den Teich...

Freitag, 14. März 2014

Flora und Fauna

Manch schoenes Bluemelein leuchtet farbenintensiv durchs
Gras. Eine Art Augentrost, den Morgentau nutzt man als Augentropfen-rote und lila Miniblumen-
wilder Spinat und Vogelfutter, kleine gesunde Samen. Aufpassen, dass man dabei nicht auf Schlangen trampelt oder gar ein Alarcan, Typ Skorpion. Wir haben beides nie gesehen...Aber junge Graufuechse, Cuis und Hasen.
Meine letzte Beschaeftigung ist die Schafwolle der verstorbenen MarieAntonieta zu verarbeiten. Nach 4 mal waschen riecht sie angenehm, viele Partikel aus der Wolle klauben, zupfen und geradeziehen zum "Kniespinnen" und wenns reicht zu einem Schal fuer meine Nachbarin...



Samstag, 15. Februar 2014

Haengematte

Im wahrsten Sinne des Wortes:
Die Seele baumeln lassen...was da nicht alles vorbeifliegt! Ein weisser Reiher, sehr zierlich. Er fliegt uebers Baechli und manchmal macht er Halt auf einem besonnten Felsbrocken.
Kleine graue Voegelchen zwitschern zart, 5 cm lang mit schwarzweissem Schwanz ca. 8 cm
lang. Im selben Baum beobachtete ich heute eine Art Specht, mit riesenlangem duennen gekruemmtem Schnabel, er sucht Insekten in der Rinde. Ansonsten hat es eine Art gruene Papageien, die einen unglaublichen Laerm veranstalten und meist etwa im Dutzend rumfliegen. Hoch oben
kreist einsam ein braunweisser Habicht, der auf lebendige Beute
aus ist. Dunkel ists geworden, es erfreuen mich die Gluehwuermchen und die phosphorierten Kaefer, unglaublich hell mit Doppellicht.
Auf dem Areal hat es noch andere Vögel, die nisteneine Taube am Hauseingang und ein Pito Juan auf dem höchsten Baum, dem Tala.

Langweilig wirds nicht, denn nun ueberzieht sich der Himmel mit dem Sternenmeer, cruz del sur sieht man eben nur hier und der Orion
steht auf dem Kopf ...und in der Heimat schlafen alle tief unter
der Daunendecke.


Mittwoch, 22. Januar 2014

Alltag in Anisacate

El " dia a dia " nennen die Argentinier ihren Alltag.
Doch hier kommt selten Langeweile auf, im Land der ewigen Krisen. Da man nie weiß was morgen ist, lebt man heute.
Morgen könnte sein, dass der
Peso noch weniger Wert hat, was
man ausgegeben hat, kann man
nicht verlieren...Sparen bringt Verlust, also besser invertieren,
so man etwas hat. Die Lebensfreude ist erhalten geblieben. Reisen ins Ausland ist fuer
viele unerschwinglich, da keine Dollar oder Euros erhältlich sind.
Der Schwarzmarkt blüht: offizieller Dollar 6.50, blue Dollar
das doppelte. Turistendollar etwas tiefer.
Im campo kümmert man sich nicht so darum, aber 1kg Pfirsiche
können 12.- Fr. kosten! Fragen und Zugreifen, 3kg Orangen 1.80 ist auch möglich...
Am Morgen ist gärtelen oder handwerkern angesagt. Nach dem Zmittag: siesta und lesen. Bevor die Sonne untergeht gehen wir laufen öfters mit Anhang oder Velofahren. Einen Tag in der Woche begleiten  wir Sara an die obras, sie ist Architektin und muss auf die Baustellen 50 km rund um Cordoba. So lernen wir neue Gegenden kennen, meist verbunden mit etwas Kultur.
Wir nehmens gemütlich, Sommer halt.
Morgen gehen wir ins Städtli
an eine Demo, ein weiteres Phänomen der Krise. Unser Bach vor dem Haus ist eher eine Kloake...
ah, beinahe vergessen. Diesmal haben wir ein Zugsbillet erwischt:
camarote für 2 nach Buenos Aires!

Mittwoch, 15. Januar 2014

San Rafael y Córdoba

San Rafael ist ein hübsches Provinzstädtchen, die Strassen sind gesäumt mit schattenspendenden Bäumen- eine Wohltat in der Sommerhitze. Es hat nicht viel Verkehr. Die Leute sind nett und geduldig, für vieles müssen  sie anstehen : Geldautomat etc. Wir schauten uns das Eisenbahnmuseum an, früher hatte es einen
Zug, der in 24 Stunden nach Buenos Aires fuhr! Die Gründung der Stadt liegt ausserhalb, in der Villa 25 de
Mayo wo noch ein altes Fort zu besichtigen ist, gelegen am Rio Diamante. Rundum gibt es Stauseen zu besichtigen sowie Weingüter.
Das Hotel España war super, mit dem Schwimmbad im Hotelgarten. Die Argentinier belagerten es aber am späten Nachmittag mit Matetrinken, eine neue Bewegung auch in den Flüssen und am Abend für Cocktails.
Mit dem wohl " letzten" Nachtbus sind wir dann nach Cordoba gefahren und am morgen früh weiter Richtung Alta Gracia, wo uns der Nachbar in Empfang nahm.
Nun leben wir uns langsam wieder ein, im Blockhaus, viel hat sich nicht verändert in 2 Jahren: ein paar Häuser und einige Lädeli, so dass wir nicht mehr in der Stadt einkaufen müssen.
Ich klemme mich hinter den verwilderten Gemüsegarten wo das Unkraut dem Salat das Licht nimmt und den
Rüebli den Platz stiehlt. Günter versucht den Wespen paroli zu bieten...Es ist sommerlich heiss und der nahe
Fluss lädt zum Baden ein. Auch das erste Asado haben wir hinter uns, mein Brot aus dem Lehmofen sah super aus!
Felipe kommt uns oft besuchen und wenn wir spazieren begleiten uns die 3 Musketiere....







Mittwoch, 8. Januar 2014

nochmals etwas Abenteuer

Nach dem gemütlichen und familiären Chileaufenthalt überqueren wir nochmals die
cordillera. Vorbei an gewaltigen
Baumriesen, immer den Vulkan
Lanin in Sichtweite 3776m, dann ändert
die Landschaft blitzartig.
Pampa, cerros, die Ruta 40
hat uns wieder. In Junin de los Andes wurden wir spontan zum Zmittag eingeladen. In Zapala gabs kein Weiterkommen ausser abends. Alles läuft über Neuquen. Streikend sind wir nochmals 3h begleitet durch den Sternenhimmel nach Chos Malal gefahren. Heut Nachmittag gehts um 16.30 weiter.
Am Ende der Welt, Barrancas. warten auf den Nachtbus nach San Rafael.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Chile - Villarica, LicanRay

Ausruhen in Lican Ray
Nach der eher stressigen carretera austral sind wir nun für 2 Wochen in einer
Caba´na, in der Nähe vom Lädeli von unserer Nichte.
So können wir am Morgen, den 41/2 jährigen Branko abholen, zusammen spielen, Zmittag essen und so gegen 4 Uhr holen wir Safira in der Kinderkrippe ab.
Heute sind wir in den campo gefahren um ihr „Heimetli“ zu begutachten und einen Zaun um das
Haus zu bauen. Lycan Ray ist ein hübsches Dorf am Calafquén-see, ähnlich dem Thunersee, nur nicht so bevölkert und der Wald ist schön dicht. Etwa 20km entfernt hat es mehrere Thermen. Ein Microbus  fährt alle 10 Minuten in die Stadt Villarica, eine typische Chilenenstadt mit viel Handel. Etwas mondäner ist Pucón, auch wunderschön am Villaricasee gelegen und mit Sicht auf den Vulkan. Es ist ein Touristenort , im Winter kann man Skifahren. Hier haben sich viele Deutsche niedergelassen...
und man kann Kuchen essen und allerlei Handwerk bestaunen. Das ganze Gebiet liegt in einer Mapucheregion, wo sich die Mapuchen  sich aber friedlich verhalten. Nur die Namen zeugen noch davon und einige
Restaurants und Artesaniastände.
Unsere cabaña vermietet ein junges Paar mit 2 Mädchen, sie wohnen gleich neben an. Die Kinder spielen alle  miteinander , so langweilen sich Branko und Safira nicht mit ihren abuelos.
Die Chilenen sind sehr höflich und anständig, ja sogar pünktlich, aber eher etwas zurückgezogen.
Es ist nicht der lautstarke Südmerikanertyp.